[Rezension] Åsa Böker – Im Glanz der Welten (In den Nordlanden Teil 1)

Åsa Böker – Im Glanz der Welten (In den Nordlanden Teil 1)


Die sechzehnjährige Silke aus dem schwedischen Silvbro flüchtet nach einer Mobbingattacke in die Anderswelt »Nordland«. Nach dem Übergang begegnet sie zwei gleichaltrigen Mädchen, die sich bereits im Leben behaupten mussten: Yrsas Mutter wurde als Hexe verbrannt und Unna ist gezwungen, als riesenhafte Missgeburt in der Schmiede ihres Vaters zu schuften. Zusammen machen sich die Mädchen auf, dem Jahrhundertereignis Nordlands zu folgen: Leit. Unter Bewachung von grimmigen Soldaten ziehen eintausend zwangsrekrutierte Pflückerinnen aus, um die heiligen Diamantblumen zu ernten, die im unwegsamen Moor Fenmarken wachsen. Den Befehl über alle hat der ehrgeizige Anführer Crispin Silberschwert, der die Ehre seiner Familie wiederherstellen muss. Doch die Arbeit im Moor ist gefährlich und nicht alle Mädchen werden Leit überleben.
Die andere Welt gibt es schon immer in der Peripherie. Manchmal erahnt man sie, aber sobald man den Kopf dreht, verschwindet sie.

Das erlebt auch Silke, ein Mädchen aus dem schwedischen Silvbro. Verspottet und gehänselt von den Mitschülern und von der eigenen Mutter nicht richtig verstanden. Silke hat es nicht leicht in ihrem Leben: Ihre Mitschüler mögen sie nicht, der Junge, in den sie verliebt ist, interessiert sich nicht für sie. Freunde hat sie außerhalb der Schule keine und ihre Mutter benimmt sich wie ein Hippie.
Alles nicht so einfach für ein sechszehnjähriges Mädchen, das sich nichts mehr wünscht, als „normal“ zu sein.
An Mittsommer reist Silke mit ihrer Mutter Ingrid zum „Lichtfest“. Silke ist nicht so begeistert wie ihre Mutter, ist ihr das Ganze doch recht unangenehm und auf eine Art und Weise auch peinlich.

Weil sie keine Lust auf dieses Spektakel hat, flieht sie am Abend von der Veranstaltung und sucht sich ein ruhiges Plätzen am Wasser.
Nichtsahnend, dass für Sie ein neues und aufregendes Abenteuer beginnt.

Ein Ritter auf einem Pferd und das mitten unter den ganzen Menschen? Silke wusste sofort, dass etwas falsch an dieser Situation ist. Sie befindet sich nicht nur mehr in der Nähe der Häuser, die sie bis eben noch gesehen hat. Nein, denn die Häuser sind plötzlich durch Bäume ersetzt worden. Sie befindet sich in einem Wald – mit einen unbekanntem Reiter.
In der Geschichte passieren mehrere Perspektivwechsel. Ich bin kein Fan davon, aber es war wichtig, denn der Zusammenhang zwischen den verschiedenen Charakteren kam im Laufe der Geschichte zustande.

Im Verlauf begleiten wir Silke auf das Gymnasium. Die neue oder alte Silke kann endlich einen neuen Lebensabschnitt beginnen. Nur leider gelangt es ihr nicht so, wie sie es gerne hätte. Das Mobben und Verspotten hört nicht auf und Silke will nichts lieber, als sofort von dort zu verschwinden. Und zwar dahin, wo sie den Ritter mit seinem wunderschönen Pferd gesehen hat.
Ausgerüstet mit allen möglich wichtigen Dingen wie Taschenlampe und Kompass geht sie mit ihrer Klasse auf einen Ausflug ins Naturschutzgebiet. Aber wer braucht einen Kompass und eine Taschenlampe, wenn er sich nur auf den Pfad aufhalten darf und auch immer nur in Gruppen unterwegs ist – ganz genau, um abzuhauen. Silke hat sich nicht nur diese zwei Dinge eingepackt, sondern auch genug Vorräte, damit sie nicht verhungert oder verdurstet.
Sie kapselt sich von ihren Mitschülern ab und schafft es ein weiteres Mal in die andere Welt zugelangen. Dort triffst die auf ihre Freundin aus der Kindheit, die ihre Eltern für Einbildung hielten und auch auf ein weiteres Mädchen – Unna, die Schmiedstochter. Zusammen begeben sie sich auf den Weg nach Leit. Dort findet das Jahrhundertereignes Nordlands statt. Eintausend Mädchen, die von Soldaten zwangsrekrutiert wurden, machen sich auf die Suche nach Diamantenblumen, die nur im Moorgebieten wachsen, um diese zu ernten. Die 100 besten Pflückerinnen haben die Ehre, am Hofe von Konrad IV zu leben und eine Weberin zu werden.

Aber es wird nicht leicht für die Mädchen im Moor: Gefährliche Kreaturen lauern in den dunklen Gewässern rund um das Moor. Singende Kreaturen, die die Mädchen in den Tod locken, Seelenfresser, die in der Nacht hinaus kommen und Trolle, die vom Geruch des Blutes angezogen werden. Für Silke ein Erlebnis, das sie so schnell nicht vergisst.
Das Abenteuer endet nicht nur mit einem Happy End, sondern auch mit Verlusten, die Silke zu schaffen machen. Aber es gibt ja eine Fortsetzung, in der es sicherlich spannend um Silke und die Nordlanden wird.
Im Abschluss noch eine kleine Zusammenfassung von mir.
Ich mag die Geschichte. Sie ist spannend, witzig, traurig und glücklich zugleich. Ich mag viele der Charaktere, da sie sehr viel Leid ertragen haben, aber immer noch die Hoffnung hegen, dass alles gut wird.

Ich finde es toll, dass die Autorin die Welt des Nordlandes, so wie unsere Welt, sehr gut beschreibt. Denn wir leben im Zeitalter von Facebook und Co. Ich glaube ich habe bis jetzt kein Buch gelesen, wo das so gut erzählt wird. Besonders das Thema Mobbing beschäftigt mich schon sehr, denn jeder von uns hat das schon mal erlebt. Vielleicht nicht bei sich selbst, aber gesehen oder mitbekommen haben wir das sicherlich schon auf dem Schulhof, bei Facebook oder sogar in der Familie.

Verschließt nicht eure Augen, wenn ihr seht, dass ein Junge oder Mädchen von anderen verspottet und gehänselt wird. Wenn ihr nicht selbst dagegen angehen könnt, dann holt Hilfe, denn damit könnt ihr der geschädigten Person helfen. Ihr müsst keine Freunde werden, aber Mobbing kann einen Menschen verändern. Es kann einen stärker machen, so dass man drüber stehen oder es einen schwächen kann. So sehr, dass viele keinen anderen Ausweg mehr haben und sich das Leben nehmen.

Es sind vielleicht harte Worte und es gibt sicherlich den ein oder anderen, der anders denkt, aber wenn ihr die Augen aufmacht und euch mal in den Schulen umschaut, dann werdet ihr sehen, dass das Mobbing schon im jüngsten Alter los geht und mit steigenden Jahren häufig noch schlimmer wird. Dagegen etwas zu tun, ist gerade deshalb so unglaublich wichtig, finde ich.

Ich bedanke mich bei euch und freue mich über jedes Feedback.
Lea <3

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[Rezension] Linus Geschke – Die Akte Zodiac Teil 2-4

Linus Geschke – Die Akte Zodiac Teil 2-4
Ein herzliches Willkommen zu den letzten drei Bänden von Linus Geschke.
Ursprünglich war geplant, dass ich jedes der Bücher einzeln rezensiere. Aber die Bücher sind so kurz, dass es sich einfach nicht lohnt, alles einzeln zu rezensieren. Ich habe die letzten drei Teile auch ziemlich schnell durchgelesen. Der Spannungsfaktor war sehr groß und ich wollte unbedingt wissen, wer denn nun all die ganzen Morde begonnen hatte und wer so verrückt ist, den Zodiac Killer nachzuahmen.
Was ich dabei herausfand, verschlug mir echt die Sprache.

Die ganze Zeit hatte ich einen bestimmten Verdacht. Ich war mir zu 100% sicher, wer der Täter ist. Wie sehr ich mich getäuscht habe, merkte ich am Schluss des vierten Bandes.

In den drei Bänden ging es natürlich um die Verfolgung des Zodiac Killers. Die Kommissare Eva und Oliver sowie der Fallanalytiker Marco gehen einer Spur nach der anderen nach – dabei kommen sie dem Täter immer näher. Leider gehen ihre Erfolge auch wieder zurück, denn der „zweite“ Zodiac ist ihnen eine Spur voraus. Er ermordet einen Mann, der zur falschen Zeit am falschen Ort war. Weitere Liebespärchen verlieren ihr Leben und die Polizei weiß nicht mehr, wo hinten und vorne ist.

Eine Gruppe aus Teenagern interessieren sich so sehr für amerikanische Serienkiller, dass sie sich die „Sons of Sam“ nennen – benannt nach dem berühmten Serienkiller David Berkowitz, der in den 70er Jahren mehrere Morde begann. Die drei Jungen, die sich die „Sons of Sam“ nennen, wissen alles über den Zodiac Killer und wollen ihn selbst finden und die Lorbeeren dafür einheimsen. Dass nicht alles so läuft, wie sie denken, war von Anfang an klar.  Es geschahen Dinge, die ich nie für möglich gehalten und die mich wirklich überrascht haben.
Ich kann jedem Krimi und Thriller Liebhaber die Bücher von Linus Geschke empfehlen. Es lohnt sich, sie zu lesen, denn der Spannungsablauf der Geschichte geht nie verloren. Mir wurde nicht ein Mal langweilig – eher das Gegenteil. Ich wollte so schnell wie möglich wissen, wer der Täter ist.
Dass ich mit meiner Vermutung falsch lag, beruhigte mich. Denn das zeigte mir, wie gut der Autor mich in die Irre führen konnte.

Auch wenn ich von dem Buch sehr angetan bin, habe ich auch eine Kritik an Autor und Verlag.

Aus vier kleinen Büchern kann man ein Buch machen. Wenn ich mir persönlich die Bücher kaufen müsste, wäre ich schon etwas enttäuscht. Ich erwarte von E-Books, die 2,99€ kosten, dass sie schon über etwas mehr als nur 60 bis 90 Seiten verfügen.
Ich kann verstehen, dass man den Spannungsaufbau evtl. so beibehält, aber ich verstehe auch die Kritik der Amazon.de-Leser.

Zum Abschluss noch ein liebes Danke an den „Edel Elements“ Verlag:  Es hat mir sehr viel Spaß gemacht die Bücher zu lesen und ich weiß, dass ich noch mehr von Herrn Gescheke lesen werde. Eventuell gibt es ja noch mal eine kleine Zusammenarbeit zwischen uns.
Und an meine Leser: Vielleicht wollt ihr ja noch einen kleinen Kommentar im unteren Feld hinterlassen, ich würde mich freuen.

Liebe Grüße
Lea
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[Rezension] Linus Geschke – Die Akte Zodiac Teil 1




Linus Geschke – Die Akte Zodiac Teil 1

Wenn der Maskenmann kommt, sterben Liebespaare. Meist nachts, meist auf abgelegenen Parkplätzen. Das Ermittlerteam um Kommissarin Eva Lendt und den Fallanalytiker Marco Brock steht vor einem Rätsel, bis es merkt, dass die Morde den Taten eines berüchtigten Killers gleichen, der Ende der sechziger Jahre in der San Francisco Bay Area gewütet hat. Der ZODIAC gehört zu Amerikas berühmtesten Serienkillern. Hollywoodfilme wurden über ihn gedreht, unzählige Bücher geschrieben, und dennoch liegt seine Identität bis heute im Dunklen verborgen. Eva Lendt und Marco Brock ahnen, dass sie den jetzigen Killer nur fassen können, wenn sie die Taten des damaligen verstehen. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt … Teil 1. (https://www.lovelybooks.de/autor/Linus-Geschke/Die-Akte-Zodiac-1-1325380839-w/)

Der Anfang einer Story ist von Autor zu Autor anders. Auch der Verlauf ist nicht immer der gleiche. Aber wenn man den ersten Satz liest und feststellt, dass man das Buch nicht aus der Hand legen kann und will, dann habe ich genau das Richtige für mich gefunden.

Es fing alles ganz harmlos an. Ich saß in der Schule und schaute nach meinem Mails. Ihr glaubt gar nicht, wie viel Werbung ich am Tag bekomme. XYZ will mir dieses Produkt empfehlen, ABC schwärmt von jenem Produkt. Und ich schwärme davon, dass sie alle in den Mülleimer zu schieben.
Ich schaue nie in die Mails, denn Werbung interessiert mich nicht und meine E-Mail-Adresse ist in so vielen Verteilern, dass ich da sowieso keinen Überblick mehr habe. Ich lösche also gerade die Mails, wenn mir eine Überschrift vage bekannt vorkommt. Ich weiß nicht genau, wo ich das schon mal gelesen oder gesehen habe, aber neugierig wie ich nun mal bin, öffnete ich sie. Und was sehe ich da? Eine Anfrage zu einem vierteiligen Thriller.
Der Verlag „Edel Elements“ schrieb mich an und stellte mir die Reihe von Linus Geschke vor: „Die Akte Zodiac“.

Die Akte Zodiac ist keine erfundene Geschichte, sondern beruht auf einer wahren Begebenheit.
In den 60er Jahren ermordete der Zodiac im Raum San Francisco mehrere Menschen. Nur zwei der fünf Opfer überlebten den Anschlag.
Wenn ich so drüber nachdenke, bin ich mir sicher, dass ich über dem Film des Zodiac Killers etwas gehört habe, weshalb er mir auch so bekannt vorkommt. Vielleicht habe ich aber auch schon etwas darüber gelesen. Ich kann es also nicht zu hundertprozentig sagen.
Da mich die ganze Story interessiert, denn sie beruht ja auf einer wahren Begebenheit, rief ich in meiner Pause, denn ich war gerade in der Schule, beim Verlag an. Ich sprach kurz mit einer sehr netten Dame vom Verlag und gab mein „Okay“ für die Rezensionen. Sie war erfreut und bot mir ein Interview mit Herrn Geschke an. Ich war sofort einverstanden. Ich bin neugierig darauf, wie er das ganze recherchiert hat, von wo er seine Informationen erhielt, welche Medien er dafür nutze und warum er sich dafür entschieden hat, über den Zodiac Killer zu schreiben.
Im Laufe des Tages bekam ich also die Mail mit allen vier Folgen. Ich habe mir die eBooks auf meinen PC heruntergeladen und speicherte sie danach auf meinem Kindle. Ich wollte bis zum nächsten Tag warten, da es noch einige Hausaufgaben zu erledigen gab und ich mir Zeit für das Buch nehmen wollte.
Zeit brauchte ich nicht viel, denn ich habe das Buch am nächsten Tag regelrecht verschlungen.
Ich wollte und konnte es einfach nicht aus der Hand legen. Jedes Mal, wenn ich meinen Kindle weg legte, hatte ich das Gefühl, dass ich etwas verpassen würde – als wenn die Geschichte ohne mich weiter gehen würde. Es war zum Verzweifeln. Also nahm ich mir meinen Kindle wieder zur Hand und las den Rest von der ersten Folge.
Bevor ich euch aber meine Meinung zum Buch gebe, hier erst mal ein kleiner Ausschnitt.
Ich mag keine dunklen Ecken und erst recht keine verlassenen Parkplätze.
Dem Liebespaar war dies aber egal, denn sie trafen sich dort zu einem Schäferstündchen. Was keiner von den Beiden wusste – es war ihr letztes Treffen. So begann also die Geschichte.
Die Kommissare Eva Lendt und Oliver Lamprecht sowie der Fallanalytiker Marco Brock arbeiten als Team zusammen und versuchen den Täter zu finden. Es braucht lange, bis sie verstehen, dass sie es mit einem Nachahmungstäters des berühmten Zodiac Killers zu tun haben.

In Folge 1 geht es darum, alle wichtigen Verdächtigen zu befragen und den Grund für die Morde zu erfahren.
Eva, eine starke und selbstbewusste Frau, der ruhige Oliver, auf den sich Eva immer verlassen kann, bekommen Hilfe vom Fallanalytiker Marco. Eva ist damit gar nicht zufrieden, denn sie ist der Meinung, es auch alleine zu schaffen. Dabei merkt sie erst, welche Charaktereigenschaften Marco hat, nämlich keine guten in ihren Augen. Doch Marco ist sich seiner Sache sehr sicher und will das Team unterstützen.
Linus Geschke schreibt sehr lebhaft. Ich habe immer wieder das Gefühl gehabt, hinter den Beamten zu stehen. Ich konnte ihnen praktisch über die Schulter schauen. Nicht viele Autoren können so lebhaft schreiben wie er.
Daher kann ich die Akte Zodiac nur empfehlen.
Habt ihr schon Bücher von Linus Geschke gelesen? Kennt ihr „Die Akte Zodiac“? Was hat euch an der ersten Folge gefallen? Würdet ihr das Buch empfehlen? Wenn ja, warum? Wenn nein, warum?

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[Rezension] Basilikumsdrache und Schöpfungskrönchen


Basilikumsdrache und Schöpfungskrönchen

Heute möchte ich euch ein Buch von Regina Schleheck vorstellen. „Basilikumsdrache und Schöpfungskrönchen“ ist ein 35-facher Lesespaß mit lauter Kurzgeschichten. Zuerst einmal muss ich gestehen, dass ich in das Cover verliebt bin, auch wenn mich der Schnabel mit dem Blut etwas abschreckt, finde ich die Schrift und den Background sehr gut gelungen. Damit ihr seht, was ich meine, habe ich hier zwei Bilder für euch.

Es soll Zechen geben, in denen sich stählerne Möchtegerndrachen verbissen ihre eigene Legende zu fauchen versuchen. Auch Märchen wie vom schlauen Papierfresserdrachen, der seine Artgenossen befreit, warten nur darauf, erzählt zu werden. Oder wie wäre es mit schaurig-schönem Grusel rund um plappernde unsichtbare Doppelgänger und sich verselbstständigende Killer-Navigationsgeräte? Mystische Fantasy mit heiratsunwilligen Meerjungfrauen oder göttlichen Wunderheilungen als ultimative Vergebung gefällig? Eins steht fest: Wo Regina Schleheck draufsteht, ist immer einzigartig-phantastischer Lesegenuss drin. 







Leider kann ich euch kaum etwas über die Kurzgeschichten schreiben, denn ich würde euch viel zu viel verraten. Aber ich kann euch versprechen, dass das Buch nicht nur Humor und Spannung hervorbringt, sondern auch eine sehr große Portion Fantasy.
Um euch aber nicht zu sehr zu enttäuschen, habe ich mich getraut, der lieben Regina ein paar Fragen zu stellen.
  • Liebe Regina, ich würde mich freuen, wenn du dich meinen Lesern vorstellen könntest.Ich bin unter anderem Lehrerin. Unter anderem für das Fach Praktische Philosophie. In einer meiner Klassen bin ich gerade der Frage: „Wer bin ich und wenn ja wie viele?“, nachgegangen und habe die Schüler gebeten, sich selbst Fragen zu stellen, um sich auf den Grund zu gehen. Da war von der Frage nach dem Alter bis zu den sexuellen Vorlieben alles dabei. Ich erspare uns hier diese beiden Varianten und gehe lieber auf das „Wie viele“ ein: Ich habe mit dem Kinderkriegen begonnen, bevor ich mein Studium beendet hatte, daher ist das mit der Chronologie so eine Sache, habe also mehr oder weniger zeitgleich ein Studium und anschließendes Referendariat in den Fächern Deutsch, Sozialwissenschaften und Sport abgeschlossen, später kam noch die Fakultas für Praktische Philosophie dazu. Außerdem bin ich fünffache Mutter, die meiste Zeit alleinerziehend,  seit langem alleinernährend. Schriftstellerin, Lektorin, Herausgeberin in vielen Genres bin ich nebenberuflich und habe damit auch erst sehr spät begonnen, obwohl ich früher am liebsten Journalistin geworden wäre. Die Schwangerschaften kamen mir einfach dazwischen. Alle diese Dinge machen mich aus. Wobei die Kinder und die Literatur definitiv den höchsten Stellenwert in meiner Herzensskala belegen.
  • Wie bist du zu der Idee gekommen, lauter Kurzgeschichten zu schreiben und sie dann beim Ifub-Verlag einzusenden?Fast alle dieser Kurzgeschichten sind aus unterschiedlichen Anlässen entstanden, viele davon als Wettbewerbsbeiträge oder schlicht als Beiträge zu Anthologien. Viele davon sind im Corona Magazine veröffentlicht und ausgezeichnet worden. Daher die Nähe zum iFuB-Verlag, dessen Verleger Mike Hillenbrand mir durch die Veröffentlichung dieser Kurzgeschichtensammlung eine große Wertschätzung erwiesen hat,  über die ich mich sehr freue.
  • Warum hast du das Buch „Basilikumsdrache und Schöpfungskrönchen“ und nicht „ Kellergeschichte und Dölfchens wunderbarer Wachsalon“ genannt?Das war eine Verlagsentscheidung. Ich hatte offengestanden ein wenig Sorge, dass man den Band mit diesem Titel für kindertauglich halten könnte. Ich vermute, es ist eine Hommage an das Ruhrgebiet (Basilikumdrache) und an die Literatur (Schöpfungskrönchen). Aber die Frage geht an den Verlag. Ich kann nur spekulieren. War aber ganz froh, dass mir die Entscheidung abgenommen wurde, weil die Storys, die hier veröffentlicht sind, ja sehr, sehr unterschiedlich sind. Mit ein Grund, weshalb ich gerade in der Phantastik zwar oft ausgezeichnet wurde, aber bisher nicht wirklich erfolgreich bin. Nicht nur dass ich vorwiegend Kurzprosa schreibe. Ich passe in keine Schublade, bin für die Phantastik zu dicht an der Realität, schreibe zu divers und definitiv nicht serientauglich.
  • Du bist auch in der Kriminalliteratur zuhause, was macht die beiden Literaturarten so besonders für dich?Beide beschäftigen sich mit (menschlichen) Abgründen. Das ist es, was mich interessiert. Nicht das, woran ich mich festhalten kann, was mir Sicherheit gibt. Sondern das, was ich eben nicht einordnen kann, was Verunsicherung schafft. Das wahre Leben also. Das surreale ist mir ein Verstärker, keine Weltflucht. Wer kennt sich selbst schon und weiß, wozu er fähig ist? Im Guten wie im Schlechten. Das Phantastische ist uns doch selbst immanent. Ebenso wie das Kriminelle. Das Anliegen dahinter ist aber immer die Bewältigung, nicht der Horror um des Horrors Willen. Wir müssen uns wappnen. Dem Bösen ins Auge sehen, um mit uns und miteinander  zurechtzukommen.
  • Gibt es irgendetwas, das du in dem Buch vielleicht noch gerne verändert hättest?
    Die Gelegenheit hatte ich. Natürlich gab es eine Entscheidungsfindung über die Geschichten, die aufgenommen werden sollten, und natürlich gab es ein (erneutes) Lektorat. Bei der Auswahl gab es bei einigen Texten seitens des Verlags Bedenken hinsichtlich rechtlicher Konsequenzen, die ich zwar nicht geteilt habe, aber solange ich es nicht bin, die den Kopf hinhalten muss, absolut akzeptabel finde. Ein Buch ist ein Werk, an dem viele Menschen beteiligt sind. Ich bin Verlagsautorin aus Überzeugung, nicht Selfpublisherin. Das bin ich nicht nur aus Bequemlichkeit oder finanziellen Erwägungen, sondern weil ich den Beitrag der vielen, vielen anderen mit anderem fachlichen Können, Knowhow und anderen Möglichkeiten zu schätzen weiß.
  • Wo kommen dir deine Ideen zu all deinen Geschichten?Ich lebe mit allen Sinnen. Habe immer unendlich viel gelesen, mich für Vieles interessiert, es studiert, mich engagiert, bin viel herumgekommen und stelle immer wieder fest, dass die Wirklichkeit viel, viel größer ist als das, was sich in eine Geschichte packen lässt. Schreiben bedeutet vor allem Empathie, aber im zweiten Schritt eine drastische Reduktion und Komposition von Dingen, die es gibt oder geben könnte. Nichts entsteht in luftleerem Raum.
  • Und nun zum Schluss noch die wichtigste Frage: Was würdest du tun, wenn plötzlich ein Basilikumsdrache vor dir stehen würde? 😉
    Ich hätte die Story nicht schreiben können, wenn ich nicht mit einem Schmied befreundet gewesen wäre, der mir in einer entscheidenden Hinsicht super Informationen geben konnte. Daher hängt bei mir seitdem eine Schweißerbrille neben dem Klo. Man kann ja nie wissen. Würde er im Keller plötzlich vor mir stehen, würde ich vermutlich zu Stein erstarren.
    Wie gesagt: Wir müssen uns wappnen. Dazu können Geschichten eine phantastische Lebens-Hilfestellung bieten.
Das Buch könnt ihr beim Ifub – Verlag direkt kaufen.
Es hat insgesamt 256 Seiten und stammt auf dem Genre Fantasy- und Science-Fiction-Kurzgeschichtensammlung.
Ich wünsche euch allen noch einen schönen 1. Oktober.
Lea <3
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[Rezension] Charlotte Link – Die Betrogene

Charlotte Link – Die Betrogene


>>Einsam wacht, wer um die Schuld weiß …<<

Um ein glückliches Leben betrogen – so fühlt sich Kate Linville, Polizistin bei Scotland Yard. Kontaktscheu und einsam, gibt es nur einen Menschen, den sie liebt: ihren Vater. Als dieser in seinem Haus grausam ermordet wird, verliert Kate ihren letzten Halt. Da sie dem alkoholkranken Ermittler vor Ort nicht traut, macht sie sich selbst auf die Spur dieses mysteriösen Verbrechens. Und entlarvt die Vergangenheit ihres Vaters als Trugbild, denn er war nicht der, für den sie ihn hielt.

Guten Abend liebe Leser 🙂

Heute bekommt ihr von mir eine „negative“ Rezension. Wenn ihr Feedback geben wollt, wisst ihr ja, wo ihr hinschreiben dürft 😉

Nach mehreren Versuchen, das Buch von Charlotte Link zu lesen, muss ich gestehen, dass ich sehr enttäuscht bin.
Ich habe es nicht beendet, was eigentlich nicht wirklich für mich spricht, denn ich versuche immer ein Buch bis zum Schluss zu lesen. Aber es ging einfach nicht.Der Anfang hat mich nicht gepackt. Obwohl ich es dreimal versucht habe, fand ich schon den Beginn sehr ermüdend. Im ersten Kapitel geht es um einen kleinen Jungen, der sich als weltberühmter Rennfahrer sieht. Er rast mit seinem Fahrrad die einsame Straße entlang und er wähnt sich schon als Sieger. Was er nicht wusste: Es würde etwas passieren.
Im zweiten Kapitel geht es um einen pensionierten Polizisten. Dieser wird in seinem Haus überfallen. Erst am Ende des Kapitels wird ihm klar, dass ihn ein Schicksalsschlag aus seiner Karrierelaufbahn einholt. Im dritten Kapitel beginnt es dann mit einem jungen Mann, der kurz vor seinem Burnout steht. Ab diesem Zeitpunkt habe ­ich aufgehört weiterzulesen. Ich hatte die Befürchtung, dass in jedem weiteren Kapitel ein neuer Charakter vorkommt.
Ich bin der Meinung, dass die drei Personen etwas miteinander zu tun haben, aber dies hätte man auch im Laufe der Geschichte schreiben können. Oder der Fall des Polizisten im zweiten Kapitel: Ich finde, da hätte es weiter gehen müssen. Aber nein, es kam ein neuer Charakter im dritten Kapitel dazu.
Für mich ist das einfach nicht erklärlich. Ich bin eher der Typ Leser, der alles in chronologischer Reihenfolge liest.
Frau Links Schreibstil ist flüssig und gut leserlich. Darüber kann ich nicht klagen, dies gefällt mir an der Autorin persönlich sehr gut. Das Design für das Buch wurde sehr gut ausgewählt, denn ich konnte nicht erahnen, ob das nun ein Krimi, Thriller oder evtl. auch ein Liebesroman ist. Auch wenn ich es erst auf dem zweiten Blick gesehen habe: Auf dem Cover steht unten rechts, dass es dem Genre des Kriminalromans angehört.
Allen Charlotte Link Fans kann ich mit auf dem Weg gebe, dass sie gewiss gute Bücher veröffentlicht hat. Aber ich persönlich finde, dass jeder seine eigene Meinung vertreten darf. Ich habe einige Rezensionen auf Amazon gelesen, wo Kritiken von Rezensenten nicht besonders freundlich beantwortet wurden.
Ich sehe es so: Jeder Leser oder Blogger hat seinen eigenen Literaturgeschmack und muss seine eigene Meinung darüber vertreten dürfen – auch wenn es dem Autor oder der Autorin bzw. der Fangemeinde nicht gefällt.Falls euch also die negativen Kritiken nicht zusagen, dann blendet sie für euch einfach aus. Für andere Leser ist sie sicher sehr hilfreich, denn wenn ein Buch nur für „Gut“ befunden wird, ist das in meinen Augen nicht mehr ehrlich und für die Autorin nicht gerade förderlich. Denn konstruktive Kritik finde ich persönlich sehr wichtig für die Weiterentwicklung des Autors.
Liebe Grüße Lea
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[Rezension] Hendrik Berg – Dunkle Fluten

Hendrik Berg – Dunkle Fluten


Der Spreewald – eine Gegend voller unheimlicher Mythen und Legenden. Für einen ehemaligen Berliner Kommissar wird der erhoffte Neuanfang zu einem Alptraum ohne Erwachen … Ein Umzug von der Großstadt in den idyllischen Spreewald – für den Berliner Kommissar Robert Lindner, der wegen einer Schussverletzung den Dienst quittieren musste, ist es der Beginn eines Alptraums. Während seine Frau Marie mit den beiden Kindern und der Renovierung eines alten Hotels beschäftigt ist, leidet er selbst unter unvorstellbaren Ängsten. Ihm scheint, dass sich im undurchdringlichen Wasserlabyrinth der Spree ein Geheimnis verbirgt, das seine Familie bedroht. Auf der Suche nach Beweisen verliert sich Robert immer mehr in unheilvollen Mythen und Legenden …






Ich bin fasziniert darüber gewesen, wie viel Herr Berg über Berlin schrieb. Ich bin gebürtige Berlinerin und die Ecken, die Herr Berg in seinem Kriminalroman beschrieb, waren mir nicht fremd.

Das Buch spielt einige Jahre nach der Wende und der Roman ist sehr davon geprägt, da Kriminalhauptkommissar Robert Lindner mit den „Ossis“, wie er sie nennt, nicht zurechtkommt. Er ist und bleibt ein „Wessi“. Durch einen Unfall bleibt ihm nichts Anderes übrig, als seinen Beruf als Polizist zu quittieren und dem Drängen seiner Frau nachzugeben – sie erbt nämlich ein Hotel im Spreewald von ihrer Tante, zu dem es sie hinzieht.
Robert wehrt sich mit Händen und Füßen dagegen, allen Personen gegenüber freundlich zu bleiben. Es erweckt den Eindruck, als wenn er nicht mit den Menschen aus dem Spreewald zurechtkommen kann. Er will am liebsten wieder zurück nach Berlin, zurück zu seinem Job, um weiterhin Verbrecher zu jagen.

Im Laufe der Geschichte ereignen sich immer wieder seltsame Geschehnisse. Robert wird von schrecklichen Alpträumen geplagt, die ihm auch tagsüber keine Ruhe lassen. Irgendein dunkles Wesen treibt ihn in den Wahnsinn. Er sieht Dinge, die nicht real sind und er hört Stimmen, die es nicht existieren. Was also geschieht da mit ihm? Das versucht er herauszufinden und entfremdet sich zunehmend von seiner Frau und seinen beiden Kindern.

Als ich den Roman „Deichmörder“ von Hendrik Berg gelesen habe, wollte ich von dem Autor noch mehr erfahren. Ich wandte mich an den „Bloggerportal“ und fragte nach einer Rezensionsausgabe für „Dunkle Fluten“ an und hatte Glück. Ich kann den Roman genauso wie „Deichmörder“ empfehlen. Das Buch ist sehr spannend geschrieben und es gibt drei bis vier Mal einen Perspektivwechsel, der zwar viele Fragen aufwirft, aber schlussendlich erklärt werden kann. So tappt man also nicht im Dunkeln, wenn das Buch zu Ende ist.
Einzig habe ich mich gefragt, ob es sich dabei um ein offenes oder abgeschlossenes Ende handelt, denn das konnte ich nicht genau herauslesen. Vielleicht schreibt Herr Berg noch einen zweiten Teil zu dem Buch, um dies noch besser aufzuklären.

Trotz allem freue ich mich bereits, das dritte Buch „Lügengrab“  von Herrn Berg zu lesen. Ich bin gespannt, ob dieser mir genauso gut gefällt wie „Deichmörder“ und „Dunkle Fluten“.
In diesem Sinne wünsche ich euch noch einen schönen Tag.

Liebe Grüße Lea

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