Leipziger Buchmesse 2/2

So meine Lieben, die Messe ist vorbei und wir sitzen jetzt im Bahnhof in der DB-Lounge und warten auf unserem Zug.
Gestern habe ich die Messe besucht, mit so viel Energie und Vorfreude auf all das, was ich sehen werde. Doch es war wie ein Schlag ins Gesicht, als ich spürte, wie die Realität auf mich einstürmte.

Die Cosplayer – und nein das stört mich überhaupt nicht – beherrschten die Glashalle und ein Durchkommen war kaum möglich. Dazu kam, dass viele Menschen dich einfach nur über den Haufen rennen und kaum noch Rücksicht auf andere nehmen. Es war ja schon im letzten Jahr voll, aber da haben die Menschen noch viel mehr Respekt davor gehabt, wenn sie dich ausversehen umrannten. Dieses Jahr schauen sie dich auch noch blöde an, wenn du ihnen im Weg stehst.

Bei einigen Verlagen kommst du kaum in die Nähe, weil die Leute einfach einen Zaun bilden und du so kaum die Möglichkeit hast, die Bücher anzuschauen.
Selbst als ich gefragt habe, ob ich kurz an den Stand könnte, wurde ich auch noch angeranzt.

IST DAS EUER FUCKING ERNST?

Leute, was ist los mit euch?
Habt ihr Angst, ihr seht die Autoren nicht mehr? Habt ihr Angst, ihr bekommt als Blogger zu wenig Aufmerksamkeit?

Kleiner Tipp: Vielleicht muss das euch mal jemand sagen, aber ihr seid nicht der Nabel der Welt.

Für mich war klar: Den Verlag brauch ich nicht zu besuchen, da komme ich nicht mehr ran. Also bin ich weiter und habe mir eher die kleinen Verlage angeschaut.

Ich war nämlich am Nachmittag beim Eisermann Verlag und habe die liebe Veronika getroffen und mich riesig gefreut. Wir sehen uns nämlich nur zweimal im Jahr, vielleicht dieses Jahr sogar zum dritten Mal 😀

 

Aber alles war auf der Messe nicht schlecht.
Ich war beim Interview mit Romy Fölck vom Lübbe Verlag dabei. Ich kann euch sagen: Diese Autorin ist sehr herzlich und voller Energie. Sie hat uns so viel über ihr Buch verraten, dass ich sogar vergessen habe, die Hälfte aufzuschreiben. Aber ich schicke ihr einige Fragen, die ich zum Buch habe, wenn ich mit ihrem Buch „Toten Weg“ fertig bin.
Das Zweitbeste war das #LBlesertreff. Das hat unglaublich Spaß gemacht und war sogar sehr lustig gestaltet. Die Autoren Laura Kneidl und Alana Falk haben viel über das Thema – Buchschreiben und wie kann ich es veröffentlichen – berichtet. Auch die Frage, ob man selbst ein Buch schreiben möchte, wurde in die Runde geworfen und es haben sich sogar welche gemeldet.

Ich fand es faszinierend, wie sie uns sozusagen ermutigt haben, am Ball zu bleiben.
Sicherlich ist es kein leichter Weg, dass behauptet niemand, aber es ist ein sehr langer Weg und es lohnt sich, diesen zu gehen.

Zum Abschluss der Veranstaltung habe ich noch ein Bild mit der lieben Laura gemacht und auch von ihr mein Buch signieren lassen.
Ich möchte mich daher bei Lovelybooks und auch beim Lübbe Verlag für diese beiden wirklich schönen Veranstaltungen bedanken.

Ob ich im nächsten Jahr die Leipziger Buchmesse besuchen werde, weiß ich noch nicht.

Vielleicht nehme ich einen Freitag, da hat man wohl mehr Ruhe und vielleicht treffe ich noch einige Autoren, mit denen ich dann auch endlich in ein ruhiges Gespräch kommen kann, ohne von anderen Menschen weg gedrückt zu werden, weil sie selbst den Autor zutexten wollen.

Ich sage ja nichts, wenn sie Autogramme oder aber sein / ihr Buch kaufen wollen, da gehe ich gerne zur Seite, aber dieses unfreundliche Auftreten, ist mir dann schon unangenehm und da gehe ich dann einfach. Es tat mir leid für den Autor, der mich freundlich ansprach, denn der kann ja nun wirklich nichts dafür, aber ehrlich, ich war sauer danach.

Nun ja, die Messe ist vorbei und dieses Jahr eher mit einem bitteren Beigeschmack.
Ich hoffe, ihr anderen hattet mehr Spaß als ich und konntet ein paar schöne Eindrücke sammeln.

Schreibt mir doch mal, wie die Messe euch gefallen hat und was eure Eindrücke waren.

P.S. in der Glashalle tropfte es von der Decke!!!

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