Manchmal ist weniger mehr!

Gerade weiß ich nicht genau, wie ich diesen Post beginnen soll. Mit meinen wirren Gedanken? Mit dem, was mich nervt? Oder vielleicht doch lieber das, was ich eigentlich so am Bloggen mag?

Ich denke, ich fange mit dem an, was mich nervt.

Mich nervt das Gejammer und Gemecker, wenn es um Rezensionsexemplare geht, die manche Blogger nicht bekommen. Ich verrate euch mal was: Ich bekomme auch nicht alle Rezensionsexemplare, die ich gerne hätte. Ich kaufe mir viele eBooks, weil ich die Bücher gerne lesen möchte. Ich kaufe mir auch viele Taschenbücher oder Hardcover, aus dem gleichen Grund: Weil ich sie lesen will.

Also ihr lieben Neublogger oder schon Altblogger: Seid dankbar, dass wir Exemplare bekommen, denn die Verlage haben wirklich ein bestimmtes Kontingent, das sie an uns vergeben können 🙂

Aber ich habe auch ein paar kleine Tipps für euch:

Es gibt viele Seiten, die gerne Exemplare an euch geben. Dabei sind das aber oft eBooks, da diese natürlich viel günstiger für die Verlage sind. (Klar, der Buchdruck entfällt ja! 🙂 Netgalley , Vorablesen , Randomehouse , Lovelybooks

Bei Lovelybooks könnt ihr euch für Leserunden bewerben. Das mache ich auch zwischendurch immer und es macht wirklich Spaß. Natürlich seid ihr an eine bestimme Zeitgrenze gebunden, was aber alles machbar ist.

Ihr seht also: Ihr habt genügend Möglichkeiten, um Rezensionsexemplare anzufragen. Es müssen nicht immer die Verlage direkt sein, die sogar oft noch ihre eigenen Stammblogger haben.

Was ihr auch machen könnt: Viele Selfpublisher sind froh, wenn sie ehrliche Blogger finden. Was ich mit ehrlich meine? Damit meine ich Blogger und Leser, die auch Feedback an die Autoren senden und nicht nur die Bücher einkassieren und sich dann nie wieder melden.
Leider gibt es von diesen Lesern sehr viele und einige Autoren möchten ihre Bücher nicht mehr herausgeben, sondern nur noch die eBooks, da sie damit weniger Verluste habe.

Versucht euch zu entspannen, erzwingt nichts, denn damit kommt ihr nicht weiter. Sucht euch Autoren, mit denen ihr zusammenarbeiten wollt, denn damit habt ihr schon mal einen geregelten Ablauf. Wenn ihr einen Verlag habt, mit dem ihr zusammenarbeiten könnt, dann konzentriert euch erst einmal darauf, bevor ihr zu viele Exemplare habt und nicht mehr hinterherkommt.
Bücher, die ihr euch selbst gekauft habt und rezensiert, machen auch aufmerksam.

Aber es gibt noch einen zweiten Punkt, den ich gerne ansprechen möchte. Mittlerweile gibt es ja viele Neider und Kritiken an Blogger, die keine oder wenig fünf Sterne Rezensionen schreiben.

Lasst den Scheiß. Sonja von Lovin Books hat einen sehr guten Artikel geschrieben, den ich euch HIER verlinke.
Sie schreibt darüber, dass jeder eine eigene Meinung haben kann und ich stimme ihr da voll und ganz zu. Es soll/muss/kann jeder seine eigene Meinung haben, aber bitte, BITTE BITTE BITTE bleibt sachlich. Ihr müsst niemanden beleidigen, auch wenn ihr denkt, es ist ein PC zwischen euch, so sitzt doch immer noch ein Mensch dahinter.

Natürlich kann und soll eine Diskussion hitzig werden, aber sie MUSS sachlich bleiben. Niemand will beleidigt, oder von oben herab angesprochen werden. Es möchte auch keiner eine Meinung aufgezwängt bekommen.

Seid respektvoll miteinander und dann macht das Lesen und Bloggen auch viel mehr Spaß.
Ansonsten bin ich froh, dass ich meinen Blog habe. Ich liebe es zu schreiben, besonders euch meine PERSÖNLICHE Meinung verkünden zu können.

Natürlich sind wir nicht immer einer Meinung, aber es wäre ja auch Langweilig, wenn es nicht so wäre.  

Wenn ich also blogge, dann lasse ich all meine Gedanken auf das Papier fließen, gehe nochmal zu den Stellen im Buch zurück, die mir besonders gut gefallen haben oder die ich vielleicht nicht so gut fand und schreibe sie auf.

Ich bin kritisch mit meinen Äußerungen, ich überschütte Autoren auch mit Lob, denn sie verdienen es. Jeder Autor, Illustrator und jeder Korrekturleser verdient ein Lob. Sie geben sich so viel Mühe und dennoch müssen wir ehrlich zu ihnen sein.

Nicht immer gefällt uns ein Titelbild, nicht immer gefällt uns die Schreibweise und ja, auch Fehler können sich einschleichen, denn niemand ist perfekt. Ich kritisiere auch die Rechtschreibung, wenn sie wirklich ganz schlimm ist.

Dennoch findet sich immer etwas, was mir gefällt.

Und jetzt wünsche ich euch einen guten Rutsch ins neue Jahr, lasst es krachen und feiert, was das Zeug hält. Ich bleibe unauffällig und feier mit meinem Freund bei meinem Bruder.

Und denkt immer daran:

Manchmal ist weniger mehr 🙂

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4 thoughts on “Manchmal ist weniger mehr!

  1. Liebe Lea,

    erstmal vielen lieben Dank für die Verlinkung. Das freut mich sehr <3
    Und ich gebe dir da vollkommen recht. Eine Diskussion muss sachlich bleiben. Ich finde gewisse Höflichkeitsformen sollten schon eingehalten werden. Gerade heute habe ich das wieder gemerkt, dass es mich einfach ärgert, wenn Kritik als Kommentar kommt ohne "Hallo" oder "Guten Tag" und ohne Abschiedsgruß. Ist sowas wirklich zuviel verlangt? Es wird einfach nur seine Meinung hingerotzt und das wars. Finde ich nicht schön.
    Also, wenn Kritik, dann bitte sachlich und beachtet dennoch bestimmt Regeln. Bestimmt hat jeder schonmal von den Regeln des Feedbacks gehört?!

    Die Hauptsache sollte doch sein, dass wir einfach alle Spass an unserem gemeinsamen Hobby haben <3

    Liebste Grüße
    Sonja

    1. Liebe Sonja,

      dein Beitrag heute, hat mich dazu ermutigt, nochmal genau auf das Thema einzugehen. Es wird nicht das einzige bleiben, was mich Beschäftigt. Denn auch die ganzen Rezensionen auf Amazon für Bücher, die noch nicht veröffentlicht wurden und alle durchweg positive Bewertungen haben, beschäftigen mich sehr.

      Ich weiß nicht wie du darüber denkt, aber es würde mich sehr Interessieren.

      Liebe Grüße
      Lea

  2. Huhu!

    Jaaaa, das finde ich auch immer schade: dieses neidische Vergleichen, dieses sich-gegenseitig-nichts-Gönnen…

    Nein, ich bekomme auch nicht alle Rezensionsexemplare, die ich anfrage. Und dass ich tatsächlich relativ viele davon bekomme, liegt wahrscheinlich zu einem großen Teil daran, dass ich a) fast nur eBooks anfrage, und b) oft Nischen-Bücher rezensiere, die nicht hunderte von Bloggern haben wollen.

    Bei den Büchern, bei denen sich viele beschweren, sie hätten kein LexeEx mehr bekommen, handelt es sich ja oft um Bücher, die man dann ein halbes Jahr lang auf gefühlt jedem zweiten Blog sieht, da ist das Kontingent natürlich schnell ausgeschöpft.

    Wolltest du den Artikel von Sonja direkt verlinken? Dein Link geht nur allgemein zu ihrem Blog! 🙂

    Aber ich stimme dir voll und ganz zu! Diskussion, ja bitte, aber keine Flamewars, und lasst euch doch gegenseitig eure Meinung. Wobei ich es allerdings gerechtfertigt finde, ein Buch vehement zu kritisieren, dass viele Leser vergöttern – das wird ja manchmal auch schon als persönlicher Angriff gewertet.

    Ich habe deinen Beitrag HIER für meine Kreuzfahrt durchs Meer der Buchblogs verlinkt.

    LG,
    Mikka

    1. Hallo Mikka,

      Jepp, wollte ich. Aber wie das manchmal so ist, verpeilt man das dann total 😀

      Ich denke, dass ist normal, das du eher eBooks bekommst und keine Bücher. Dafür ist gerade dort das Kontingent schnell aufgebraucht. Aber darum geht es ja im wesentlichen nicht, sondern, wie du schon sagtest darum, dass du eher Bücher rezensierst die nicht jeder lesen mag.

      Ich bekomme auch eher Krimis und Thriller zugesandt, als die Bücher, die jeder zweite haben will. Oft spielt auch die Reichweite des Blogs eine große Rolle – Verständlich aber oft nervig. 😉

      Aber ich bin zufrieden mit dem was ich habe. Warum auch beschweren? Als Blogger ist man doch Dankbar – ich bin es – das wir überhaupt etwas umsonst bekommen.

      Vielen lieben Dank fürs Verlinken <3

      Lg Lea

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